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Das 38. European Media Art Festival findet vom 23. bis zum 27. April 2025 statt. Die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück wird bis zum 25. Mai 2025 zu sehen sein.
Das EMAF gibt mit seinem Programm nicht nur einen jährlichen Überblick über das medienkünstlerische Schaffen der Gegenwart, sondern greift auch Entwicklungen und Diskurse auf, die unser gesellschaftliches Zusammenleben prägen. Diese Auseinandersetzung findet insbesondere im Rahmen des Festivalthemas statt. Mit dem kommenden Themenschwerpunkt Witnessing Witnessing (Das Bezeugen bezeugen) möchten wir uns der Frage widmen, welche Rolle Zeug*innen gegenwärtig zukommt, wie Zeugnisse – Aussagen, Dokumente, einzelne Dinge oder ganze Archive – unseren Blick auf die Welt prägen und wie sie in politische Wirklichkeit hineinwirken können.
Die von Inga Seidler kuratierte Ausstellung versteht Zeug*innenschaft als aktive und auch performative Praxis, die weit über die bloße Dokumentation von Ereignissen hinausgeht. Künstler*innen setzen digitale Medien, Video, Film und interaktive Installationen ein, um Zeug*innenschaft als moralischen, politischen und emotionalen Akt zu untersuchen. Die Besucher*innen sind dazu eingeladen, selbst zu forschen, Verbindungen herzustellen und sich kritisch mit den präsentierten Informationen auseinanderzusetzen, um so Teil des prozessualen Aktes der Zeug*innenschaft zu werden.
Das von Laura Huertas Millán kuratierte Filmprogramm untersucht eine Reihe unterschiedlicher künstlerischer Praktiken, die um Erinnerung, die Körperlichkeit von Widerstand und Performance als somatisches Archiv für die Überlieferung von Geschichte kreisen. Der Titel der Reihe, We sing to wing again, inspiriert von einem Vers der Dichterin Hoa Nguyen, verweist auf die nicht enden wollenden Zyklen kolonialer Gewalt, das Durchbrechen eines oppressiven Schweigens, das Bezeugen von Geschehenem und das Bewahren von Hoffnung.
Wenn Zeug*innen von Gewalt und Ungerechtigkeit ungehört bleiben, wo wird das, was passiert, registriert, wo wird es aufgehoben? Die Talks unter dem Titel I could swear my face was touching stone werden in diesem Jahr kuratiert von Natascha Sadr Haghighian, Marc Siegel, Philip Widmann und Florian Wüst. Die sechs hybriden Veranstaltungen, die Panels, Vorträge, Lesungen und Filme miteinander verknüpfen, widmen sich der transhistorischen Dimension affektiver Zeug*innenschaft sowie den körperlichen und sensorischen Formen des Wissens.
In der Internationalen Auswahl sind in diesem Jahr 31 aktuelle Kurzfilme zu sehen, in der Features-Sektion treten vier aktuelle Langfilme mit drei historischen Arbeiten in Dialog. Darin begegnen wir Gesten des Aufbegehrens und Widerstands, dem Spiel mit filmischen Genres, und immer wieder der mehr oder weniger gezähmten Natur – als historischer Schauplatz, persönlicher Ankerpunkt oder utopischer Entwurf für ein anderes Zusammensein.
Als Artists in Focus präsentiert New Red Order (NRO) einen umfassenden Überblick über ihr filmisches Werk neben Arbeiten, die in anderen Konstellationen entstanden sind. Im Zentrum steht ihre Auseinandersetzung mit einer kolonialen Siedlergesellschaft, die gleichermaßen von der Sehnsucht nach dem Indigenen wie der gewaltsamen Vernichtung und Vertreibung von indigenem Land und Leben geprägt ist.
Weitere Infos: www.emaf.de
Veranstalter: Internationaler Experimentalfilmworkshop e.V.
Website ansehenVeranstalter |
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